Freude und Rennpech am ersten Rennwochenende







Die ADAC Formel 4 startete am 2. Wochenende im April in der Motorsport Arena Oschersleben in die Saison 2018.

Schon in den beiden Trainingseinheiten am Freitag Vormittag bei frühlingshaften Temperaturen und feuchter Strecke waren die 21 Piloten der ADAC Nachwuchsserie gefordert. Die beiden Neuhauser Racing Piloten und Brüder Andreas (17) und Sebastian (16) Estner konnten sich im Qualifying gut im Fahrerfeld behaupten. Sebastian, der seine erste Saison in der ADAC Formel 4 nach dem Kart bestreitet, zeigte gleich zu Beginn mit Zeiten nur sechs Zehntel hinter seinem Bruder Andreas auf. Für die beiden Samstagsrennen sicherte er sich die soliden Startpositionen 18 und 15. Andreas, der bereits seine dritte Saison in der ADAC Formel 4 in Angriff nimmt, konnte konstant Rundenzeiten in den Top Ten abrufen und startetet in die beiden Samstagsrennen von den aussichtsreichen Plätzen 13 und 8. „Ich habe mich wieder gut gefühlt im Auto und freue mich auf eine erfolgversprechende Saison 2018. Ich möchte dieses Jahr um die Meisterschaft mitkämpfen“ so Andreas Estner.

Im ersten Rennen bei erneut feuchter Strecke verlor Andreas im letzten Renndrittel auf dem guten siebten Platz liegend das Auto, konnte einen Schaden aber verhindern und erreichte als 13. das Ziel. Sebastian hat sich in seinem aller ersten Rennen gut geschlagen und beendete den Lauf als 15.

Im zweiten Rennen bei strahlendem Sonnenschein überholte Andreas bereits am Start 2 Konkurrenten und überfuhr als 5. die Ziellinie. Sebastian nahm nach einem Reifenschaden in der ersten Runde die Aufholjagd in Angriff und wurde 19.

Durch die Reverse Grid Regelung startete Andreas aus der vierten Position in das Sonntagsrennen und versuchte über den Großteil des Rennens Platz zwei zu übernehmen. Nach einem unsanften Rempler von Gianluca Pettecof schied Andreas vier Minuten vor Rennende aus und der Brasilianer wurde von der Rennleitung mit einer Drive-Through-Strafe belegt.

„ Es ist für einen Rennfahrer immer hart, auf Podiumskurs unverschuldet auszufallen. Trotzdem sind wir mit unserer Performance über das Wochenende zufrieden und können für die kommenden Rennen darauf aufbauen. Nach eher schwierigen Trainings haben Andreas und auch Sebastian gute Leistungen und Rundenzeiten gezeigt. Vor allem die Starts von Andreas waren wirklich gut.“ so Team Chef Hannes Neuhauser.

Sebastian profitierte vom Renngeschehen und erreichte das Ziel als 10. In Rennen 3 und sammelte so seine ersten Punkte in der ADAC Formel 4. „Die Umstellung vom Kart in einen Formel 4 sind schon groß. Gerade beim Fahren im Windschatten gibt es immer Probleme mit Untersteuern und daran muss ich mich erst noch gewöhnen“ so Sebastian Estner.

Nach dem Rennwochenende ist vor dem Rennwochenende und so fährt das Team direkt im Anschluss zu weiteren Testfahrten an den Lausitzring um die beiden jungen Brüder optimal auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten. Bereits am 1. Mai Wochenende stehen die nächsten drei Rennen am Samstag um 10:35 Uhr und 15:30 Uhr und Sonntag um 10:40 Uhr am Hockenheimring im Rahmenprogramm der DTM auf dem Programm.

Neuhauser Racing 2018 wieder in der ADAC Formel 4







Einmalig im deutschen Rennzirkus: Ab 2018 starten für das Tiroler Rennteam Neuhauser Racing die Brüder Andreas und Sebastian Estner gemeinsam und gegeneinander in der ADAC Formel 4

Der 2004 gegründete Rennstall aus Zell am Ziller steht für Kontinuität und Erfolg. Wie schon im Vorjahr gibt es eine österreichisch-bayerische Allianz, neben Andreas Estner (17 Jahre), der bereits sein drittes Jahr in der Formel 4 bestreitet und seit 2017 Fahrer bei Neuhauser Racing ist, kämpft auch sein jüngerer Bruder Sebastian (15 Jahre) dieses Jahr als Rookie in den traditionell gelben Rennboliden um Siege und Titel.

Saisonauftakt mit Spannung erwartet
Die nunmehr 4. Saison der ADAC Formel 4 beginnt dieses Wochenende (13. – 15. April 2018) mit 3 Rennen in der Motorsportarena Oschersleben. Nachdem die Testtage in Vallelunga dieses Jahr tatsächlich dem Schnee zum Opfer gefallen sind, lassen die Test s am Nürburgring und Oschersleben eine positive Bilanz zu. „Andreas konnte sich an allen 4 Tagen im vorderen Drittel behaupten und auch Sebastian kommt immer besser mit dem neuen Rennauto und den Anforderungen zurecht“ so Teamchef Hannes Neuhauser.

Neuhauser Racing – Erfahrung und Erfolg
Hannes Neuhauser, der selbst schon in unterschiedlichen Rennserien sein Talent bewiesen hat, kann mit seinem Team auf schöne Erfolge der letzten Jahre zurück blicken. Im Jahr 2014 konnte Neuhauser Racing neben der Teamwertung mit Mikkel Jensen auch die Fahrerwertung für sich entscheiden. Und im Jahr 2016 fuhr der Rookie Champion Nicklas Nielsen ebenfalls in einem Formel 4, der von Neuhauser Racing eingesetzt wurde. Wenn sich die Serie fortsetzt steht für das aktuelle Jahr 2018 wieder ein Erfolg in den Sternen.

Gleiches Auto, unterschiedliche Charaktere, ein Ziel
Während Andreas Estner als analytischer, ehrgeiziger Rennsportler gilt, der Manöver und Rennentwicklungen genau überdenkt bevor er reagiert, wird seinem jüngeren Bruder Sebastian eine gewisse Hitzigkeit nachgesagt. Er analysiert nicht immer, sondern trifft zuweilen Bauchentscheidungen. Zwei Charaktere wie sie unterschiedlicher nicht sein können, und die man auch auf der Rennstrecke in heißen Kämpfen erleben wird.

Saison-Höhepunkt auf dem Hockenheimring
Nach zwei Jahren Pausen kommt am Wochenende 20. – 22.Juli die Formel 1 mit dem Rennen um den Großen Preis von Deutschland an den legendären Hockenheimring zurück. Nicht nur ein Highlight für Formel-1-Fans, sondern auch Höhepunkt für den









Rennnachwuchs, denn im Rahmenprogramm des Formel-1-Spektakels werden die Fahrer der ADAC Formel 4 starten. Sozusagen unter den Augen der Weltstars, und unter Schirmherrschaft des viermaligen Formel-1-Weltmeisters Sebastian Vettel. Für Vettel eine Herzensangelegenheit, denn auch er startete seine Ausnahmekarriere in der ADAC-Highspeedschule. Dazu Sebastian Vettel: „Die Jungs und Mädels zeigen wirklich packenden Motorsport. Ich bin gespannt, ob in einigen Jahren einer der Fahrer den Sprung in die Formel 1 schafft.“ Den Brüdern Andreas und Sebastian Estner aus dem oberbayerischen Warngau wäre es zuzutrauen.

Andreas Estner

Sebastian Estner